Die neue Bescheidenheit – kein Durchbruch in der Demenzforschung, aber hilfreiche Ergänzung des therapeutischen Angebots

1. Dezember 2017 – Editorial im Ärtzeblatt von Prof. Dr. med. Hermann-Josef Gertz

Es ist mehr als ein Vierteljahrhundert her, dass optimistische Molekularbiologen uns wissen ließen, das Rätsel der Alzheimer-Krankheit könne in wenigen Monaten gelöst werden. Eine Therapie könne in der Folge rasch entwickelt werden und die am Horizont aufziehende neue Geißel der Menschheit, die Alzheimer-Krankheit, sei dann für immer besiegt. Heute wissen wir im Rückblick, dass sich der Weg der Erkenntnis doch als sehr viel mühevoller und langwieriger erwiesen hat als damals vermutet. Wir haben sehr viel gelernt und verstanden über die Me- chanismen neurodegenerativer Erkrankungen; einen Niederschlag im aktuellen therapeutischen Alltag ha- ben die neuen Einsichten aber nicht gefunden.

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Einstellen einer künstlichen Ernährung bei schwerer Alzheimer-Demenz

27.02. 2015

Der Sohn und Betreuer eines 83-jährigen Bewohners einer Altenpflegeeinrichtung bittet das Heim und den behandelnden Hausarzt, die künstliche Ernährung bei seinem Vater einzustellen.

Die Sondenernährung eines Demenzpatienten bedarf einer besonders sorgfältigen Stellung der Indikation in Abhängigkeit vom individuellen Krankheitsstadium. Bei terminaler Demenz ist eine Lebensverlängerung, eine Reduktion von Komplikationen oder eine Besserung der Lebensqualität nicht belegt.

Deutsche und europäische Leitlinien zur Ernährung von geriatrischen Patienten empfehlen bei Patienten mit schwerer Demenz keine Sondenernährung.

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Neue Freibeträge beim Elternunterhalt

Die Leitlinienkommission des Deutschen Familiengerichtstages und die Vertreter der Oberlandesgerichte haben eine Erhöhung der Selbstbehaltssätze zum 01.01.2015 beschlossen.

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Demenz als mögliche Nebenwirkung

17.11.2014

Ein weiterer Grund, warum Tranquilizer nur möglichst kurz genommen werden sollen

Tranquilizer – das sind Psychopharmaka zur Behandlung von Angstzuständen und Schlafstörungen – können das Demenz-Risiko erhöhen. Das berichtet die “Apotheken Umschau” unter Berufung auf Forscher der Universität von Bordeaux.

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Demenzgefahr durch schwaches Herz

24.10.2014

Bluthochdruck gilt eigentlich als Risikofaktor für Demenz. Jetzt stellt sich heraus: Ein hoher Blutdruck im Alter hält geistig fit. Ein niedriger Blutdruck ist im hohen Alter ungünstig für die Hirnleistung – erst recht, wenn eine Herzschwäche vorliegt. Diese überraschende Erkenntnis belegt eine Studie aus den Niederlanden, wie…

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Gehirn-Jogging? Joggen fürs Gehirn!

Inaktivität ist der entscheidende Lebensstilfaktor in Europa, der das Risiko für Demenz erhöht

12.11.2014

Wir altern und unsere Gehirne altern mit. Vor dem drohenden Abbau haben wir alle Angst. Wer etwas vergisst, hat im Hinterkopf oft schon die Sorge, dass das der Anfang einer verhängnisvollen Entwicklung, wie der einer Alzheimererkrankung, sein könnte. Ein gesundes und aktives Leben ist eine gute Voraussetzung dafür, die…..

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Alzheimer: Neue Methode zur Früherkennung

15.10.14

Wird es bald einen einfachen Test geben, mit dem die Alzheimer-Erkrankung möglichst früh diagnostiziert oder sogar vorhergesagt werden kann?

Bislang beruht die Alzheimer-Diagnostik vor allem auf einer ausführlichen Beurteilung der klinischen Symptome und des Verlaufs, neuropsychologischen Untersuchungen, der bild­gebenden Diagnostik mit Kernspin-Tomographie (MRT) und der Untersuchung des Nerven­wassers. An der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) wird nun eine erst kürzlich neu zugelassene Substanz eingesetzt, mit deren Hilfe die Alzheimer-Diagnostik um eine weitere Methode ergänzt wird.

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Alzheimer wächst in 3D-Zellkultur

Montag, 13. Oktober 2014

Boston – US-Forschern ist es gelungen, die Entwicklung von Beta-Amyloiden und Tau-Fibrillen, die wesentlichen pathologischen Merkmale eines Morbus Alzheimer, in einer dreidimensionalen Nervenzellkultur nachzustellen. Ihre Studie in Nature (2014; doi:10.1038 /nature13800) klärt Fragen zur Pathogenese und könnte sich zu einem wertvollen Instrument zur Entdeckung neuer Wirkstoffe erweisen.

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Krankenhäuser auf Demenzkranke vorbereiten

04.09.2014

Der Anteil der über 75-jährigen Patienten in deutschen Krankenhäusern ist seit der Jahrtausendwende von 18 auf 25 Prozent gestiegen. Beinahe jeder Zweite stationär Behandelte (23 Prozent) leidet dabei unter dementieller Erkrankung. Nach Ansicht des BDH Bundesverband Rehabilitation muss die Politik künftig verstärkt dieser Entwicklung Rechnung tragen. Andernfalls sei die stationäre Versorgung Demenzkranker in manchen Fällen gefährdet, weil es an Zeit für Betreuung und spezifischem Wissen im Umgang mit Betroffenen fehle: …..

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Studie sieht Vitamin D-Mangel als Demenzrisiko

Donnerstag, 7. August 2014

Exeter – Senioren mit niedrigen Vitamin D-Konzentrationen hatten in einer prospektiven Beobachtungsstudie in Neurology (Online) ein zweifach erhöhtes Risiko, an einer Demenz oder einem Morbus Alzheimer zu erkranken. Dies muss allerdings nicht bedeuten, dass eine Substitution des „Sonnenhormons“ vor einer Altersdemenz schützt.

Da viele ältere Menschen in den Industrieländern sich wenig im Freien aufhalten, ist ein Vitamin D-Mangel im Alter verbreitet. Zu den möglichen Folgen könnte eine Demenz gehören, vermutet David Llewellyn von der University of Exeter.

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